Scams,SegWit2X, BCH, Transaktionskosten, UTXO – Hintergründe

Ein Jahr neigt sich dem Ende.....

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Einige Gedanken zu Weihnachten und Silvester

Das Jahr für den BitCoin war sehr turbulent und nach einigen Bereinigungen hat sich der Preis zwischen 13 und 14 tausend Dollar, während ich dies schreibe, eingependelt.

Wir haben eine Achterbahn hinter uns, die unter anderem darauf begründetl, dass unwissende AltCoin Enthusiasten und gierig gewordene Investoren und Firmen versucht haben den BitCoin als Ganzes zu schwächen.

 

Das liegt nicht daran, dass der BitCoin dem nicht standhält, sondern vielmehr an der Psyche des Menschen. Trading ist Psychologie und hängt ganz stark davon ab, welche Nachrichten als echt und welche als falsch empfunden werden.

 

In der Investmentwelt zählt der Realmarktwert des BitCoins nichts, denn diese Komponente verstehen viele nicht. Es war ein Jahr in dem ich versucht habe, diese Sensibilisierung durchzusetzen und es ist mir auf mehreren Konferenzen gelungen.

 

In dieser Zusammenfassung möchte ich daher nochmals darauf eingehen, warum der BCash nicht der 2. BitCoin ist, sondern lediglich ein AltCoin. Hierbei gehe ich dann auch nochmals darauf ein, warum überhaupt kein anderer Coin den BitCoin ersetzen kann. Und warum SegWit2X Coin in der Konsequenz nicht gekommen ist.

 

Ein weiterer Punkt der euch hier erwartet ist das Eingehen auf die angeblich zu hohen Transaktionskosten.

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BCash – das Drama um den angeblichen wahren BitCoin
Von BCU zu BCH,… eine lange Reise mit Auswirkungen

BCU – ein Entwicklerteam spaltet sich ab

Wer sich mit der Entstehung von BCash mal ernsthaft und ohne Vorbehalte auseinandersetzt und den angeblichen „Krieg“ der wird schnell feststellen, das der Cash heißt, weil er nur den Zweck eines Investmentvehicles erfüllen soll.

Zur Vorgeschichte. Roger Ver hat lange beklagt, dass die Miner im BTC Netzwerk keine Entscheidungsgewalt haben und nur die Nodes. Und so ist es auch und wird es bleiben.
Die Trennung der Gewalten hat den Vorteil, dass man, ohne auf die kapitalgetriebenen Miner Rücksicht nehmen muss, dem Kapitalismus Grenzen setzen kann.

Roger Ver hat daher das BCU – BitCoin Unlimited Team gesponsert. Auf der Core Developer Team. Zwischen den Ansichten von Roger Ver und dem Core Dev Team gab es schon immer Differenzen, wie man das Netzwerk schneller machen kann und auch über andere Entwicklungen. Das Core Dev Team ging ihm augenscheinlich zu langsam voran. Das ist nicht verwerflich, ich selber kenne das auch, wenn ich glaube eine Lösung zu haben und denke ich bin nur von Schnarchnasen umgeben. Das kann man ihm nicht vorwerfen.

Allerdings hat eine Entscheidung in der BitCoin Blockchain komplexe Auswirkungen. Nehmen wir mal an, wir wollen die Nodestruktur schneller machen mit ein paar InOP Befehlen etc. dann hat das auf einmal Auswirkungen auf Wallets und dessen Zusammenspiel mit dem Mempool. Bis heute sind die Zusammenhänge nicht grundlegend geklärt.

 

Während die Anfänge des heutigen Cores noch relative klar waren, hat Satoshi Nakamoto mit Garvi Andresen für die Sicherheit das Protokoll weiter verkompliziert und mit jeder weiteren Entwicklung wurden weitere Bezugsabhängigkeiten geschaffen. Einer der renommiertesten Programmierer auf der Blockchain, Andreas Antonopoulos, hat erklärt, dass erst 65% der BitCoin Blockchain erforscht ist und man noch lange davon entfernt ist, zu sagen, man hat diese verstanden.

Roger Ver hat dann erklärt, dass sein BCU Team fortschrittlicher und moderner denkt und man alte Denkstrukturen durchbrechen sollte. Des Weiteren gibt es seiner Ansicht nur ein Vorwärtskommen, wenn man Entwicklungen nicht durch Skepsis aufhält. Und das ist ja auch meine Ansicht, nur sollte man dann halt auch wirklich wissen was man tut.

Das BCU hat dann einfach mit größeren Blöcken gearbeitet und was dabei rauskam war, dass es eine Kollision im Livebetrieb gegeben hat, die fast das ganze Netzwerk zum Erliegen gebracht hätte.

Natürlich konnte der Fehler später behoben werden, aber das war Dilettantismus auf hohem Niveau.

Durch diesen Umstand sind dann Vorwürfe aufgekocht und es führte zu einer endgültigen Spaltung der Parteien. Im Zuges dessen wollte Roger Ver dann einen Hard Fork für seinen BCU Coin durchführen (ist heute noch gelistet). Scheiterte aber daran, dass es keine Mehrheit gab.

Danach wurde es erstmal ruhig.

 

Asicboost Skandal und der BCash Coin – in den Wirren um SegWit und SegWit2x

 

Es gibt eine Gruppe von Entwicklern, wie dem BCU, die früh darauf gepocht haben die BTC Kette schneller zu machen, eben durch große Blocks. Nun war aber die Notwendigkeit nicht gegeben und somit hat das Core Dev Team berechtigter Weise gesagt, dass man genug Zeit hätte, um an Lösungen zu arbeiten. Und selbst heute nicht – believe it or not – sind die Geschwindigkeiten vollkommen ausreichend, wären da nicht die Miner, die hörig sind.

Es ergibt sich eine ganz einfache Rechnung. Die Anzahl der Nutzer die BitCoins halten, statt zu versenden, sind mit 70 Prozent, denen, die ihre BitCoins ausgeben oder woanders hin senden in der Überzahl. Nimmt man also eine durchschnittliche Transaktionsrate von 13 Transaktionen pro Sekunde als Grundlage (SegWit macht das mittlerweile durch mehr Transaktionen in einem Block) sind diese 30 Prozent komplett abgedeckt.
 

Damals, so wie heute wird auf die Statistik verwiesen. Da heisst es „Zahlen und Fakten sind nicht abhängig von Meinungen!“. Ja, das ist tatsächlich so, wenn man gewisse Dinge zur Darstellung ausblendet.

Ein Fakt der ausgeblendet wird, ist die Tatsache, dass in beiden Zeiträumen eine Vielzahl der Miner ihre Blöcke nicht komplett befüllt hat. Den Meisten Menschen ist nicht bewusst, dass die Miner keine Verpflichtung haben, die Blöcke komplett, mit bis zu 8400 (vormals 4200) Transaktionen, zu bestücken.

Im Gegenteil ! Jeder Miner kann selbst bestimmen wieviel Transaktionen er in einen Block packt.
Dieser Umstand hat dazu geführt, genauso wie heute, der Eindruck erweckt wird das Netzwerk sei zu langsam. Daher sehen sich Menschen genötigt für Transaktionen mehr Geld auszugeben, statt länger zu warten. Das Problem hierbei ist, dass es Menschen machen, die sich das Leisten können und daher ist der Grundsatz Gleichheit durchbrochen und man zahlt für den Komfort teilweise mehr als bei herkömmlichen Banken.

Nun könnte man ja meinen, das das zu einem Ausstieg der Menschen aus BitCoin führt hin zu AltCoins. Aber wir wissen, dass diese Annahme anhand der Zahlen, falsch ist. Denn die Menschen wissen, das der Preisanstieg die Gebühren wieder reinbringt. Das heißt nicht, dass man damit sich zufrieden geben muss.

SegWit und SegWit2x

Das DevTeam war um Frieden in der Diskussion um Geschwindigkeit bemüht und erkannte, dass eine Lösung kommen musste. Aber nicht um jeden Preis. In der Milan Konferenz wurde dann beschlossen, nachdem man sich nicht einig wurde, SegWit zu aktivieren und 6 Monate später einen HardFork auf 2 MB Blöcke (also 8400 TX pro Block ohne das SegWit diese generiert). Das Ganze wurde dann als BIP 141 bezeichnet. BIP bedeutet Blockchain Improval Purposal. Ist eine Art Absichtserklärung mit WhitePaper und muss dann von 51% der Nodes zugestimmt werden.

Und hier begann das ersrte Missverständnis. Auf Grund der Wertigkeit dieses Eingriffs ins System beschloss man freiwillig, ohne BIP, die Miner an der Abstimmung zu beteiligen.

Was jetzt passierte war, dass die Menschen vergaßen, dass systembedingt trotzdem die Nodes das Sagen haben. Man wollte halt den höchstmöglichen Konsens erreichen. Daher mussten anfangs 95 Prozent der Aktivierung von SegWit zustimmen. Dies geschah jedoch nicht, weil Roger Ver 26 Prozent gegenhalten konnte und somit keiner der Parteien die Mehrheit erreichen konnte.  Was wir erlebten war, dass das Agreement einseitig gekündigt wurde und es zu erneuten Streitverfall kam. Als der Preis einstürzte setzen sich die Größen wieder an einen Tisch in New York, um einen neuen Konsens zu finden.

Dies endete darin, dass jetzt nur noch 82 Prozent Zustimmung erfolgen musste und 6 Monate später der HardFork kommt.

Um jetzt das Ganze zu festigen wurde neben dem BIP 141 der BIP 148 einberufen und der BIP91, der den BIP 148 (SegWit2x) verhindern sollte. Sollte die Zustimmung nicht erfolgen für SegWit, wäre der Weg frei gewesen, einen sogenannten User Activated Soft Fork für SegWit und direkt danach, ohne Karenzzeit, einen User Activated Hard Fork, durchzuführen. Die Miner hätten einfach loslegen können, ohne Rücksicht auf Abstimmung.

Es kam dann zum sog. SegWit Lock In, der den BIP 148 verhinderte. Im Agreement von New York wurde übrigens festgelegt, das im Falle eines HardForks, kein neuer Coin kommt, die Öffentlichkeit also kein Zugriff bekommt.

333 Blöcke hatte man Zeit die Zustimmung zu geben. Das geschah auch. Die verbleibende Zeit von 1683 Blöcken sollten dazu dienen die Nodes und alle anderen upzugraden. (Insgesamt also 2016 Blocks (ungefähr 14 Tage), das entspricht dem Zeitpunkt, wann die difficulty im Netzwerk angepasst wird).

Auch das geschah und als Folge dessen wurde am 01.08.2017 SegWit aktiviert.
Der HardFork hätte dann im November stattfinden sollen und man errechnete die Zeit um den 15. November 2017.

Wie wir wissen hat das nicht stattgefunden. Das geschah, weil die Mehrheit der Nodes, die dem CoreDeV angehören, das Agreement aufkündigten. Sie hielten sich nicht mehr an die freiwillge Selbstverpflichtung, denn das Netzwerk lässt, was viele vergaßen, ohne BIP, nur Abstimmungen der Nodes zu. Damit war SegWit2x gekippt.

Logischer Weise führte das zu einer Frustation der Supporter. Aus Investorensicht, war die Hoffnung, die es ja nie gegeben hat, auf einen SegWit2x Coin geplatzt. Viele hatten auf Grund der falschen Erwartung, von doppelten Coins, SegWit2x Token gekauft und ihre BitCoins aufgestockt.

Am Meisten davon waren anscheinend Coinsbank Nutzer. Was jetzt geschah, und in diesen Wirren kam noch BCH auf den Markt, dazu später, wurde zu einem der größten Schlachten zwischen Miner und Nodes, die auch hier wieder fälschlicher Weise als Entscheider bezeichnet wurden, von der Presse.

Natürlich wusste Coinsbank um die Tatsache, dass nur Nodes entscheiden. Die brachten dann einen neuen Node raus den sogenannten BC1 Node. Dieser Name sorgt natürlich für Verwirrungen, man kann ja glauben, das heißt BitCoin1 Node.

Coinsbank (welche übrigens dem Investor Barry Silbert untersteht) gab folgende Meldung aus:

„Wenn Sie von dem neuen SegWit2x Coin profitieren wollen, der definitv trotzdem kommt, müssen sie ihre Software upgraden auf BC1. Die größte Lüge um Interessen durchzusetzen, die es jemals gegeben hat.

 

In Wirklichkeit war das ein neues neues Core, welches größere Blocks bevorzugt ohne SegWit und wo die Entscheidung bei den Minern liegt.

Man glaubte, wenn jetzt genug auf den BC1 und dem korrigierten BC2 Node umsteigen könnte der SegWit2x Coin die neue Kette mit der meisten Hashpower werden.

Doch die Rechnung ging nicht auf. Die anderen Nodes blieben in der Mehrheit. Das New York Agreement wurde umgesetzt und ich hatte recht behalten, schrieb ich doch bevor immer wieder es wird nie einen SegWit2x Coin geben. Das Prinzip hatte dank der Presse jedoch keiner verstanden und damit wollte sich dann auch keiner mehr auseinandersetzen.

Ich hatte am Anfang eine Abhandlung, die auch in der New York Times erschien. Das einzige Medium, welches das wirklich verstanden hat. Dadurch ging der Preis kurzzeitig rauf, doch durch die Wirrungen mit dem BC1 Node kippte die Wahrnehmung wieder.

 

Letztendlich sagte die Gruppe um SegWit2x selber ab. Jedem ist klar, dass man den BitCoin nicht gefährden will, da der Market Cap so hoch ist und jeder hält auch BitCoins, man darf nicht vergessen, dass Roger Ver seit 2010 dabei ist.

Niemand will also den Wert vernichten. Und das war es dann auch.

Kommen wir also nun zu Roger Ver und BitMain mit dem BCash – BCH

BitMain als größter Miner wurde in den Wirren um SegWit vom sog. Asicboost Skandal gebeutelt.

Worum geht’s ? Der AsicBoost

Durch Übertaktung einiger Geräte ist es Asic gelungen 20 Prozent mehr Leistung rauszuholen. Dies macht aber nur Sinn, solange SegWit nicht aktiviert war.
Denn SegWit ist in der Lage die Transaktionen in einem Block zu verdoppeln, in dem es die Signaturen entfernt, die für das Proof of Work nicht notwendig sind.

Ein Miner lebt aber davon, dass er im sog. HashProzess die Meiste Leistung hat, um im Wettbewerb um die Ausgabe von BitCoins Vorteile zu erhashen. Das ist ja ein Zufallsprinzip im Rateverfahren, daher ist die Wahrscheinlichkeit mit mehr Rateleistung mehr Ergebnisse zu generieren, naheliegend.

Durch SegWit wird dieser 20 prozentige Vorteil allerdings neutralisiert, da mit dem kommenden Lightning Netzwerk, welches SegWit voraussetzt (da es nur die Signaturen transportiert und keine Transaktionen) überflüssig. Lightning kann bis zu 1 Millionen Transkationen pro Sekunde auf Signaturbasis, verarbeiten.

Gehen die Leute also, weil es nur 20ct kostet, durch das Lightning Netzwerk, fallen weniger Transaktionsgebühren an im aten Netz, die ja der Miner, der den Block findet, insgesamt zu den 12.5 BTC erhält. Somit ist der Kostenaufwand nicht gedeckt.

Diese Miner mit 20% mehr Leistung kosten selbstverständlich wesentlich mehr.

Zu dem Skandal kam es, weil eine Zeitung aufdeckte, dass diese Miner nur an eine bestimmte Gruppe von Menschen ausgeliefert wurde und der Allgemeinheit vorenthalten wurden. Was zu einem weiteren Ungleichgewicht im Netzwerk führte.

Auf Grund der Tatsache, dass die Anleger und Großinvestoren von Bitmain nun enttäuscht waren und damit drohten aus Bitmain auszusteigen, gab es nur eine einzige Möglichkeit.
Man macht einen Tokensale auf einen neuen Coin und bringt diesen raus.

Das kam Roger Ver sehr gelegen, konnter doch die alte BCU Philosophie neu auflegen. Und mit dem größten Pool hinter sich, war es ein leichtes die Mehrheit für den HardFork zu bekommen.

Das Ergebnis sahen wir dann in der Entstehung von BCH. Nun braucht man ja etwas Trompetenpolitik, um einen an sich wertlosen Coin zu einem gewissen Status zu bringen.

Also wird der „wahre BitCoin ohne SegWit und mit original vorgesehenen 8MB Blöcken ausgerufen. Mit einem Schachzug, dass Roger Ver seine Coins auf eine Börse bewegte, wurde dann auch noch die Illusion geschürt er könnte seine BitCoins in BCash umwandeln.

Was dann kam war ein weiteres dilettantisches Meisterwerk. Es wurde vergessen die Difficulty zu setzen und somit hatte BCH eine Blockzeit von 10 Stunden am Anfang und es dauerte sehr lange, bis es behoben wurde. Anleger verloren sehr viel Wert und der BCH rasselte in den Keller.

Heute hält sich eine hartnäckige Gemeinde und ein Entwicklerteam. Allerdings liegen 55 Prozent der Hashpower bei einer Gruppe und somit die zentrale Kontrolle des Netzes.

Auch kann BCH nicht als Zahlmittel eingesetzt werden – ergo eine Blockchain mit 8MB Blöcken in zentraler Hand und keine Außenwirkung. Armeselig, wenn man sich als „wahrer BitCoin“ schimpft. Ändert aber ein Glück nichts an der Haltung von Roger Ver generell BitCoin oder BCash, Fintec und alten Moneysystemen, vorzuziehen und so arbeitet er auch an dem Traum einer freien Kryptogesellschaft.

Nachdem im Netzt die wildesten Gerüchte über einer Abziehung der Hashpower und einem Dumping auf niedrige Transaktionsgebühren spekuliert wurde und auch der BitCoin.com Blog von Roger die Werbetrommel kräftig rührt, hat BCash momentan einen overrated Preis, der jederzeit platzen kann.

AltCoins und die Zukunft

An den beiden Coins SegWit2x und BCash kann man sehr gut sehen, dass jeder AltCoin und FakeCoin nur eine begrenzte Lebensdauer hat, nämlich solange man die Story aufrecht hält. Doch früher oder später reicht die Story nicht mehr und Anleger suchen nach was Anderem, einer neuen Blockchain und nach einem neuen Coin, den sie pushen können. Letztendlich dient der ganze Hype nur dafür durch trading sich mehr BitCoins kaufen zu können, oder bei Fake Coins sich in BTC zu bezahlen zu lassen, damit man somit einfach an die begehrten BitCoins zu kommen.

Der Preiszuwachs von Januar 2016 bis Ende 2017 hat die Gier wachsen lassen und somit auch die Gaunereien.

SCAMS DIE GESTORBEN SIND UND STERBEN WERDEN

Gestorben, die ich vorausgesagt hab:

Biznet
Empire Spot
LARA
Questra
Optioment
LaVidaNueva
MyCryptoCoin
Pura Vida Coin
Cryptrade Capital (zugegeben schneller als von mir erwartet)

u . v. m.

Welche die im Sterben liegen:

Usi-Tec (Auzahlungen vor dem Ende, viele bekommen nichts mehr)
Optioment ( so gut wie tot)
Invia

Envia
Xin und Infinity
Futurenet
Lopoca
NT
Omnia
CryptoGold
Platin Coin
Ducatus

Letztendlich haben auch echte AltCoins nur eine Daseinsberechtigung für ihren Zweck.
Und somit für eine geschlossene Benutzergemeinschaft und werden daher dem BitCoin, der an Realmarktwert massiv zulegt, nicht überholen können.
Transaktionskosten der Zukunft

Nachdem man dem BitCoin ja nur die Kosten vorwerfen kann und die Unsichtbarkeit und Geschwindiglkeit im kommenden Jahr wiederhergestellt sind, gehen wir mal auf die Kosten ein.
Das BitCoin Netzwerk hat 2 Kostenfaktoren:

Walletbetreiber Kosten (Miner)
Netzwerkgebühren (UTXO)

Walletbetreiber

 

Jeder Miner kann Gebühren erheben wie er lustig ist, durch sein angebotenes Wallet.

Was bedeutet das ?

Logischer Weise haben nur die Miner hohe Gebühren, die künstlich die Transaktionen in ihren Blöcken begrenzen. Dazu gehört Xapo, BitPanda, Coinbase, Blockchain.info, und ein paar andere. Eine der höchsten Sätze hat bitgo.com. Dieses Wallet lässt sich seine Sicherheit bezahlen und sollte von Langzeitanlegern verwendet werden. Komischer Weise haben die Wallets auch die höchsten Gebühren, die den Private Key nicht rausrücken.

In der Konsequenz sollte man dann weniger bekannte Wallets benutzen, die zum Beispiel auch nicht zur Barry Silbert Group oder Roger Ver Group gehören.

Dazu zählen Airbitz, Samourai Wallet, Hidden Wallet, Dark Wallet, Bisq, Electrum, uvm

 

UTXO (Unspend Transaction Output) 


Das ist eine besondere Form der Gebühren. Man kann es, vereinfacht ausgedrückt, das Wechselgeld nennen. Diese sind im Protokoll vorgesehen und mit 15-30ct fest verankert, können aber nach einem der letzten BIP variieren je nach Netzlast, aber machen nicht den Löwenanteil aus, dass sind immer noch die Walletbetreiber. Ähnlich wie beim Spritpreis und der Steuer.

Das System ist darauf ausgerichtet, dass alles was geschickt wird zur Überprüfung einen Wechsel bekommt. Also wird für das Mempool Verzeichnis dafür benutzt.

Wenn also eine Transaktion stattfindet wird, werden Eingänge im Mempool vernichtet und neue Ausgänge für zukünftige Transaktionen generiert.

Jede UTXO hat eine Signatur welche mit dem Besitzer verbunden ist.
Im BitCoin Netzwerk muss diese Signatur während einer Transaktion verfügbar sein, damit die Transaktion als sicher eingestuft wird.

Die UTXO die im BitCoin Netzwerk benutzt wird entspricht dem Wert der Transaktion, die zu einer BitCoin Adresse transferiert wird. (Zusammen mit der Signatur, damit man die Output Summe der Transaktion freisetzen kann, da die Summe, solange bis sie dem Empfänger mit einer Input belastet wird und gutgeschrieben, festhält.

Diese Gebühr dafür also der anfallende Wechsel zwischen Output und Input wird also als zusätzliche Gebühr erhoben.

Somit ergeben sich also zwei Preise. Man kann das beobachten auf bitwala.com macht man dort eine Banküberweisung, wird einmal die 0.5 Prozent von Bitwala erhoben und der Hinweis darauf das weitere UTXO Gebühren anfallen können.

 

SegWit wird also das Ganze wieder bereinigen in dem es Lightning aufnimmt. Der Lightning Entwickler hat angekündigt die Gebühren auf 20ct zurückzuschrauben. Damit wird das Alte Netzwerk dazu gezwungen die Walletgebühren erheblich zu senken.

Damit wird dann auch dem Argument für Spenden wieder mehr Bedeutung zugedacht.

Des Weiteren wird durch einen BIP nächstes Jahr die Funktion, dass die Miner de facto Leerblöcke von sich aus erzeugen können aufgehoben. Das war mal gedacht, dass ja ein Miner Verlust dadurch hat, wenn er weniger TX abarbeitet. In diesen Zeiten heute greift es aber nicht mehr, da die Menschen bereit sind hohe Gebühren zu zahlen.

Somit muss das System hier verändert werden, was allerdings ein schwieriges Unterfangen ist. Eine Lösung liegt aber schon vor.

In diesem Sinne,

alles Gute füe Euch und die BitCoins und auf ein spannendes neues Jahr

Euer
JP Molt

 

 

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% S Kommentare

  1. Tim sagt

    Vielen Dank für die ausführlichen Informationen.

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